News vom 05.01.2021

Das EEG 2021 bringt erneute Änderungen für das KWKG mit sich

Durch die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vom 17.12.2020 hat der Bundestag auch erneute Änderungen im Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) beschlossen. 
 
Anpassungen der Bonuszahlungen
Betroffen von den aktuellen Änderungen innerhalb des KWKGs sind unter anderem die erst im August 2020 im Rahmen des Kohleverstromungsbeendigungsgesetz (KVBG) eingeführten Boni. So wird der Südbonus für KWK-Anlagen in der definierten „Südregion“ ersatzlos gestrichen. Auch der Power-to-Heat Bonus erfährt eine Änderung. Entgegen der bisher gültigen Vorschrift wird dieser Bonus nun erst ab dem Jahr 2024 ausgezahlt. Der Bonus für die zusätzliche Einbindung von erneuerbarer Wärme in das Wärmesystem, das durch die KWK-Anlage gespeist wird, wird ebenfalls angepasst. Nun wird der Bonus erst für Anlagen gewährt, die im System mit einer KWK von 10 MWel installiert sind. Die bisherige Grenze lag bei 1 MWel.
 
Weniger feste Vergütungssätze, mehr Förderungen über Ausschreibungen
Bisher mussten KWK-Anlagen mit einer Größe von 1-50 MWel an der Ausschreibung teilnehmen. Durch die aktuellen Gesetzesänderung wurde dieser Bereich ausgeweitet. Ab dem 1.7.2021 müssen dann bereits KWK-Anlagen ab einer Leistung von 500 kWel an der Ausschreibung teilnehmen. 
 
EEG-Umlage auf Eigenverbrauch erneut angepasst
2018 wurde eine Grenze bei 3.500 Vollbenutzungsstunden (Vbh) für die EEG-Umlagenreduzierung für KWK-Anlagen zwischen 1-10 MWel eingeführt. 2019 wurde diese Regelung gestrichen. Nun kehrt der Gesetzgeber mit der EEG-Novelle erneut zurück zur Regelung aus 2018. Demnach gilt die Befreiung der EEG-Umlage für die Eigenversorgung bis zu 3.500 Vbh pro Jahr. Bei weiteren Vbh zahlt der Betreiber 160% der Umlage. Ab 7.000 Vbh werden dann 100% der Umlage fällig. Diese Anpassungen gelten auch rückwirkend zum 1.1.2018. Daher muss auch bei Bestandanlagen, die ab dem 1.8.2014 in Betrieb genommen wurden, mit Nachforderungen für die Jahre 2018 und 2019 gerechnet werden. 
 
Weitere Änderungen durch die EEG-Novelle
Zusätzlich zu den aufgeführten Änderungen werden unter anderem die Bagatellgrenzen der EEG-Umlage neu festgelegt. Auch die Smart-Meter-Pflicht, die Meldepflicht bei negativen Strompreisen und Installation von Messkonzepten für Drittverbräuche werden im aktuellen Gesetz angepasst. Für den Markthochlauf der Wasserstoffproduktion werden die EEG- und KWKG-Umlage für diesen Strom reduziert. 
 
Weitere Informationen stellt unter anderem die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. (ASUE) hier bereit.
 
Einen Kommentar zu den Änderungen der Kraft-Wärme-Kopplung im Rahmen des EEGs 2021 hat der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK) hier veröffentlich.