News vom 09.05.2018

KWK-Anlagen: EEG-Umlage doch nur anteilig zu zahlen

Gemäß einer Meldung des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) vom 8. Mai 2018 brauchen Betreiber einer KWK-Anlage für eigengenutzten Strom nun doch nicht die volle EEG-Umlage zu zahlen. Eine entsprechende Einigung hat man mit der EU-Wettbewerbskommission erzielt.

Die ursprüngliche Regelung nach § 61 b Nummer 2 EEG für eigengenutzten Strom aus KWK-Anlagen war ab dem 1. Januar 2018 wegfallen. Demnach war für die Eigennutzung des selbst erzeugten Stromes in KWK-Anlagen nicht mehr wie bis dahin die anteilige Umlage in Höhe von 40 Prozent der aktuellen EEG-Umlage zu zahlen, sondern die volle EEG-Umlage. Das betraf alle Anlagen die ab dem 1.8.2014 Ihren Betrieb aufgenommen haben. Im Grundsatz hat man sich nun auf die alte Regelung geeinigt, mit einer Ausnahme für Anlagen ab 1 MWel bis 10 MWel.

Im Detail wurden folgende Regelungen erzielt:

Dieses muss nun noch im EEG und im KWKG verankert werden. Auch erfolgt noch eine Prüfung der neuen Regelung durch die EU-Kommission. Beides soll nach Information des BMWi noch vor der Sommerpause erfolgen.

Wie die Abstufung der EEG-Umlage für Anlagen ab 1 MWel bis 10 MWel aussieht, ist noch unklar, auch was die Übergangsregelung für 2019 bzw. 2020 für KWK-Anlagen betrifft, die zwischen dem 1. August 2014 und Ende 2017 errichtet wurden.

Da die Regelung rückwirkend gilt, wird den betroffenen KWK-Anlagenbetreibern die bereits abgeführte volle EEG-Umlage bis auf den Mindestsatz zurückerstattet.

Kontakt

Matthias Kabus
Beratung Energieeffizienz, Klimaschutz in Industrie und Gewerbe
EnergieAgentur.NRW
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